Italien - Porträt eines fremden Landes,
Thomas Steinfeld
 

Ganz viele berühmte Menschen bereisten und beschrieben Italien. Viele davon verfielen in eine idealisierende Darstellung. Jeder suchte in seinem Italien etwas, was ihm in seiner Heimat nicht vorhanden zu sein zu schien, und beschrieb das Land wie es vermutlich nie gewesen ist.

Nicht so in «Italien – Porträt eines fremden Landes» des deutschen Autors und Literaturjournalisten Thomas Steinfeld, der übrigens von 2006 bis 2018 als Professor für Kulturwissenschaften an Uni Luzern lehrte.

 

Thomas Steinfeld nimmt uns Leser mit auf eine Reise durch Italien. Von der Stiefelschaftkante zur Fussohle und wieder zurück, von Torino nach Sicilia und via Taranto wieder hoch bis nach Trieste.

 

Wer beim Lesen den Kampf gegen die Klischees nicht scheut, stösst mit diesem Buch auf eine Diamantmine für Wissen über Italien. Thomas Steinfeld analysiert und reflektiert in seiner Reise durch Italien Geschichte, Ökonomie und Philosophie Italiens und der Italiener.

Die Lektüre garantiert zudem Vorschläge für mindestens zwanzig weitere Italienreisen …

Nach zwei, drei Kapiteln lag mein Ipad neben mir: Dieses half mir unter anderem, in Napoli den Friedhof Fontanelle zu entdecken; denn meine Jungs und ich lieben diese morbiden, süditalienischen Friedhöfe, wie ich sie aus meiner Kindheit im väterlichen Kampanien kenne.

 

Nach dem Lesen dieses Buches sind viele Klischees bereinigt, was die Liebe zum Land und den Italienern aber überhaupt nicht schmälern wird: Bei Thomas Steinfeld nicht und vermutlich auch nicht bei allen Leserinnen und Lesern dieses Buches.

Ich bin schon ganz kribbelig und freue mich, nach dem Lockdown mit meiner Familie wieder einzutauchen in «mein» Italien mit seinen Menschen, Kulturschätzen, Landschaften, Meer, warmen Abenden, Essen – und last but not least mit dem vorzüglichen Wein.

 

Viel Spass beim Lesen!

KF Daniele Misticoni

 

 

 

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