Bauprojekt

Alp Ruogig
2017 - 2018 1. Teil

Gisler’s Alpwirtschaften „Ruogig“ und „Schön Chulm“ auf Eggberge sind uralt und würden heute nicht so aussehen ohne aufreibende Bewirtschaftung.

 

Man nennt es das „Drei-Stufen-System“. Die Gisler’s sind Bergbauern im grossen Schächental und führen ein nomadisches Leben: Im Frühling verlassen sie ihre Wohnstätte auf Boden (900 m.ü.M.) um mit ihren 10 Kühen, 7 Rindern und 7 Kälbern in die Höhe auf Alp Ruogig (1'800 m.ü.M.) zu ziehen. In dieser mittleren Lage werden die Bergweiden bis Mitte Juli und im Herbst genutzt. Für den Sommer zieht die Familie mit zusätzlich rund 15 ihnen anvertrauten Kühen und Rindern auf die Alp Chulm auf 2'100 m.ü.M. Das dort geerntete Heu wird für das eigene Vieh auf die Zwischenalp Ruogig (60 Fussminuten) transportiert und nach dem Bergsommer bis Mitte Dezember an die Tiere verfüttert. Alsdann erfolgt der hochwinterliche, beschwerliche Abzug auf den Boden, meist durch tiefen Schnee.

 

Die Alpen „Ruogig“ und „Chulm“ mit ihren 150 HA sind gepachtet. Damit Mensch und Tier nicht schutzlos Gewittern und starkem Regen ausgesetzt sind, besitzen Gisler’s auf jeder Alp ein einfaches Gebäude aus Steinen und Holz (Eigentum). Damit hat man zwar ein Dach über dem Kopf – aber nicht viel mehr. Der Baustandard ist nämlich höchst bescheiden. Gisler’s müssen drei kleine Wohngebäude und Scheunen unterhalten. Der Betrieb „Boden“ ist nur über eine schmale und teilweise ausgesetzte Strasse erreichbar. Zur Alp Ruogig gelangt man mit der Luftseilbahn mit anschliessendem 20-minütigen Fussmarsch. Zur dritten und höchstgelegenen Alp „Chulm“ nimmt man einen beschwerlichen und steilen einstündigen Weg unter die Füsse. 

 

Die Alp Ruogig musste aus hygienischen Gründen saniert und ausbebaut werden um ein menschenwürdiges Leben und Auskommen zu ermöglichen. Konkret ging es um die Erweiterung des Wohnhauses bergseitig um 6m, eine neue Wohnküche und ein neues Bad, die Errichtung eines Verarbeitungsraumes für Käse und Joghurt sowie dem Einbau von zwei Schlafkammern im Dachgeschoss.

 

Und da beginnt das Engagement des Kiwanis Club Luzern-Pilatus mit dem Sozialprojekt „Alp Ruogig, Eggberge“. Für unseren Club und für viele Freunde, Organisationen und Firmen eine Ehrensache, hier zu helfen. Mitinitiator KF Louis Baume freut sich sehr über die grossen Spenden und auch darüber, dass viele Kiwaner unseres Clubs persönlich tatkräftig Hand anlegen.

 

Der Bauchef KF Max Dubach sieht in der Planung vor, dass im Herbst 2017 der Abriss des alten Teils, das Aufrichten des neuen Teils und der Start der ersten Arbeiten im Innern des Gebäudes noch vor dem ersten Schnee erledigt sein müssen. Im Frühjahr 2018 wird der Innenausbau angepackt und ab Mitte Mai soll das erweiterte Gebäude bezugsbereit sein.

Um all den fleissigen Helfern ein kleines „Vergelts Gott“ auszusprechen, wird es im 2. Semester 2018 ein kleines Fest auf der Alp geben.

 

 

 

 

 

 

 

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